Petkus-Sortiergipfel

Sortieren als Schlüsselkompetenz der Kreislaufwirtschaft

Fachveranstaltung von Circular Valley-Partner Petkus versammelt rund 40 Unternehmen in Thüringen. Circular Valley und Partner entwickeln branchenübergreifende Zusammenarbeit.

Die Spreu vom Weizen zu trennen ist in der Landwirtschaft seit Jahrhunderten unverzichtbar. Für die Kreislaufwirtschaft gilt dasselbe Prinzip: Ohne präzises Sortieren lassen sich Materialien nicht in hochwertige Kreisläufe zurückführen. Die Circular Valley Stiftung und ihre Partner haben Sortiertechnologie früh als branchenübergreifendes Querschnittsthema identifiziert – und erste Kooperationen angestoßen, die zeigen, welches Potenzial in diesem Bereich steckt.

Beim Petkus-Sortiergipfel kamen rund 40 Unternehmen zusammen, um unterschiedliche Ansätze und Anwendungsfälle rund um industrielle Sortierprozesse zu diskutieren
© Circular Valley

Beim Petkus-Sortiergipfel kamen rund 40 Unternehmen zusammen, um unterschiedliche Ansätze und Anwendungsfälle rund um industrielle Sortierprozesse zu diskutieren
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Bereits zuvor gab es gemeinsame Gespräche mehrerer Partner

Einen Beleg für das wachsende Interesse der Wirtschaft lieferte die Fachveranstaltung "Material- und Verfahrenseffizienz: Innovation, regionale Kooperation & Wertschöpfung“ des Circular-Valley-Partners Petkus Technology GmbH, dem Wartburgkreis, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hersfeld-Rotenburg, der Thüringer Landesentwicklungsagentur ThEGA und der Röber Institut GmbH am 20. Mai kamen. Dabei kamen rund 40 Unternehmen am Petkus-Standort in Eisenach in Thüringen zusammen, um unterschiedliche Ansätze und Anwendungsfälle rund um industrielle Sortierprozesse zu diskutieren. Die breite Beteiligung aus verschiedenen Branchen macht deutlich, wie relevant das Thema für die Praxis der Kreislaufwirtschaft geworden ist.

Ausgangspunkt für die Aktivitäten in diesem Bereich waren gemeinsame Gespräche und erste Versuche, die Circular Valley zusammen mit Petkus, dem Automobilzulieferer Aptiv und dem Kunststoffrecycler Energenta auf den Weg gebracht hat. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend und sollen nun weiterentwickelt werden. Das Thema verbindet dabei zwei Kompetenzfelder, die selten zusammenkommen: optische Erkennungstechnologie und industriellen Maschinenbau – eine Kombination, bei der branchenübergreifende Vernetzung besonders viel leistet.

Zentrale Frage der Veranstaltung: Wie lassen sich Materialien präzise genug sortieren, um sie wieder in hochwertige Kreisläufe zurückzuführen?
© Circular Valley

Zentrale Frage der Veranstaltung: Wie lassen sich Materialien präzise genug sortieren, um sie wieder in hochwertige Kreisläufe zurückzuführen?
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Branchenübergreifende Zusammenarbeit als Schlüssel

Petkus Technologie GmbH, mit Sitz in Eisenach in Thüringen und seit 1852 auf Sortiertechnologie spezialisiert, bringt optische Erkennungssysteme und Maschinenbaukompetenz ein, die ursprünglich für die Saatgutaufbereitung entwickelt wurden. Aptiv, ein globaler Automobilzulieferer mit Standort in Wuppertal, steht vor der Herausforderung, kleinteilige Produktionsausschüsse zuverlässig zu sortieren. Energenta in Ochtrup (NRW) verarbeitet gemischte Kunststoffabfälle und muss aus heterogenen Materialströmen sortenreine Fraktionen gewinnen. Drei Unternehmen, drei Branchen – und eine gemeinsame Frage: Wie lassen sich Materialien präzise genug sortieren, um sie wieder in hochwertige Kreisläufe zurückzuführen?

„Sortieren ist ein wichtiger Gelingensfaktor, ob Kreisläufe in der Praxis wirklich funktionieren", sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung. „Wir haben das als zentrale Fähigkeit der Circular Economy erkannt und Unternehmen zusammengebracht, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Dass daraus nun belastbare Ergebnisse entstehen und das Thema so viel Resonanz findet, zeigt: Genau hier liegt echtes Innovationspotenzial.“

www.circular-valley.org