Jubiläum in Reinbek: 150 Jahre Amandus Kahl
25.09.2026Vom Anbieter von Öfen und Herden zum international erfolgreichen Maschinen- und Anlagenbauer: Amandus Kahl blickt auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Dieses Jubiläum feierte das Unternehmen vom 3. bis 5. September 2026 in Reinbek unter dem Motto „150 Jahre Innovation – Tradition mit Zukunft“. Gäste aus dem internationalen Kunden- und Partnernetzwerk sowie aus Politik, Wirtschaft und Industrie sprachen über neue Technologien, die Zusammenarbeit in der KAHL Gruppe sowie die Zukunft des Standorts Reinbek.
Joachim Behrmann (links) und Dr. Victoria Behrmann, beide geschäftsführende Gesellschafter, gemeinsam mit Sebastian Mertens (rechts), Geschäftsführer Technik
© Amandus Kahl
1876 in Hamburg als Wendte & Kahl gegründet, zählt Amandus Kahl heute zu den international führenden Herstellern von Pelletpressen und Verfahrenstechnik für die Futtermittel-, Biomasse- und Recyclingindustrie. Mit dem Umzug nach Reinbek im Jahr 1965 wurden Verwaltung, Ingenieurbüro, Konstruktion und Produktion an einem Standort zusammengeführt. Die KAHL Flachmatrizenpresse ist bis heute das Kernprodukt des Unternehmens, der KAHL Expander seit mehr als 30 Jahren eine etablierte Größe in der Futteraufbereitung. Zum Portfolio gehören außerdem Extruder, Kollermühlen, Brechwalzenstühle, Trockner, Kühler und Wirbelschichtanlagen. Amandus Kahl ist darüber hinaus die führende Schwesterfirma der KAHL Gruppe. Der Verbund umfasst neun Unternehmen mit unterschiedlichen Leistungs- und Kompetenzschwerpunkten und rund 900 Mitarbeitenden.
Für die Jubiläumsfeier verwandelten sich zwei Produktionshallen in einen festlich gestalteten Veranstaltungsraum
© Amandus Kahl
Blick nach vorn: Austausch über Zukunftsthemen
Den Auftakt bildete am 3. September der „Visions & Solutions Day“. Dazu kamen Vertreter und Mitarbeitende der eigenen Niederlassungen aus der ganzen Welt nach Reinbek. Im Mittelpunkt standen technische Entwicklungen und neue Anwendungen, darunter Digitalisierung, Automatisierung und datengestützte Prozesslösungen. Ein weiteres zentrales Thema war die Zusammenarbeit innerhalb der KAHL Gruppe und über Ländergrenzen hinweg. Am 4. September folgte die offizielle Jubiläumsfeier am Unternehmensstandort. Mehr als 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Industrie sowie aus dem internationalen Kunden- und Partnernetzwerk nahmen daran teil. Der Festakt verband den Rückblick auf 150 Jahre mit dem Blick nach vorn und der Frage, welche Stärken Amandus Kahl in die nächsten Jahrzehnte mitnimmt. „150 Jahre Amandus Kahl zeigen: Wir haben es geschafft, bewährte Fähigkeiten immer wieder in eine neue Zeit zu übertragen. Was uns dabei auszeichnet, ist die Kombination aus verfahrenstechnischem Know-how und einem Verbund komplementärer Schwesterfirmen, mit denen wir gemeinsam mehr erreichen als allein“, sagte Dr. Victoria Behrmann, Geschäftsführerin von Amandus Kahl. „Wir bekennen uns zum Produktionsstandort Deutschland und investieren weiter in Reinbek, unter anderem in ein neues Technikum für über 10 Mio. €“, ergänzte Joachim Behrmann, Sprecher der Geschäftsleitung des Unternehmens. „Das persönliche Verhältnis zu unseren Kunden bleibt dabei eine Konstante.“
Joachim Behrmann bei seiner Ansprache zum 150-jährigen Jubiläum
© Amandus Kahl
Bei Führungen durch die Produktionshallen erhielten die Gäste Einblicke in die Fertigung und den Standort. Die interne Feier auf Gut Thansen bildete am 5. September den Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen. Sie richtete sich an die Mitarbeitenden, ehemalige Mitarbeitende und ihre Familien. Alle Teilnehmenden erhielten ein besonderes Geschenk: das aufwendig gestaltete Jubiläumsbuch mit 330 Seiten zur Historie von Amandus Kahl. Es dokumentiert ausgewählte Stationen, technische Entwicklungen und persönliche Erinnerungen aus 15 Jahrzehnten Unternehmensgeschichte.
Der Standort von Amandus Kahl verbindet Reinbek und Glinde: Joachim Behrmann zwischen den Bürgermeistern Björn Warmer (links; Reinbek) und Patrick Klose (rechts; Glinde)
© Amandus Kahl
Anlässlich des Jubiläums bat Amandus Kahl seine Gäste, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen den Kinderschutzbund Stormarn, die Glinder Tafel, das Don Bosco-Haus Mölln oder die Buhck-Stiftung zu unterstützen. Das Unternehmen selbst spendet insgesamt 50 000 €, die zu gleichen Teilen an die vier Organisationen gehen.
