Down Under

Tasmanischer Kompost mit dem Topturn X

Dulverton Waste Management ist einer der führenden Entsorger und größter Komposthersteller im australischen Bundesstaat Tasmanien, dessen nachhaltiges Abfallmanagement bereits ausgezeichnet wurde. Um seine Prozesse zu optimieren, will das Unternehmen die bestehende Kompostanlage vergrößern und Best Practice-Lösungen für das Deponiesickerwasser und die Geruchsemissionen einbauen. Der erste Schritt zur Modernisierung war der Kauf des selbstfahrenden Mietenumsetzers Topturn X63.

Im Februar dieses Jahres lag die Genehmigung der Ausbaupläne durch die zuständige Behörde im Kentish Council auf dem Tisch und Dulverton Waste Management konnte mit der Konstruktion einer Überdachung für den Bereich Industrie-Kompost beginnen. „Hier in Nordwest-Tasmanien haben wir Tausend Millimeter Regen im Jahr, ganz anders als auf dem Festland“, erklärt Dulverton Projektmanager Matthew Layton. Mit dem Dach wolle man die Auswirkungen von ausgiebigem Niederschlagswasser auf die Bioabfalle unter Kontrolle bringen, so Layton.

Über 100 000 Tonnen organischer Abfall

Auf die Kompostieranlage des Entsorgungsunternehmens gelangen organische Industrieabfalle aus dem gesamten Bundesstaat sowie Grünschnitt aus Haushalten. „Wir müssen alles annehmen, was aus der Region kommt – beispielsweise organische Abfälle aus dem Supermarkt, Nebenprodukte aus der Tierverarbeitung, Fisch, Milchprodukte und Stallmist“, erklärt Layton. Mehr als 100 000 t organischen Materials behandelt Dulverton im Jahr in offenen Mieten. Unter strengen Qualitätsvorgaben entsteht daraus in einem 16-monatigen Rotteprozess hochwertiger, nährstoffreicher Bio-Kompost, der zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden kann. Damit ist Dulverton größter Kompostproduzent in Tasmanien.

Effizientes Umsetzen der Mieten

Die Überdachung der Rottefläche ist nur ein Teil des Modernisierungsplans. Dem voraus ging die Anschaffung der notwendigen Maschinentechnik, um die Belüftung und Feuchtigkeit der Mieten besser zu steuern: So ist seit Januar bei Dulverton ein Topturn X63 im Einsatz. Zuvor habe man die Mieten mit einem normalen Bagger bewegt, erzählt Matthew Layton. Um die Prozesse zu optimieren und zugleich Kosten zu konsolidieren, sei das Unternehmen jedoch auf die Suche nach einem Umsetzer gegangen. Der Produktmanager erklärt: „Die Entscheidung für den Topturn X63 hatte zwei wesentliche Gründe: Wir können hier, beim australischen Komptech-Vertriebspartner ELB Equipment, auf volle Service-Unterstützung zahlen. Und wir haben insbesondere beim Motor aus anderen Maschinen uns bekannte Bauteile.“

Eine ideale Maschine für große Aufgaben

Der selbstfahrende Mietenumsetzer Topturn X63 leistet einen Durchsatz von bis zu 4500 m3/h bei vollständiger Durchmischung des Materials. Die große Walze mit Förder- und Wurfelementen sowie der 390 PS-Antrieb stellen sicher, dass hinter dem Umsetzer eine perfekte Miete entsteht. Der Antriebsmotor bleibt dank leistungsstarkem Kühlsystem auch unter Volllast und hohen Außentemperaturen sicher im grünen Bereich. Eine integrierte Leiter und Stiege an der Maschine erleichtern Wartungsarbeiten. ELB bietet den Topturn X63 mit Rad- oder Raupenfahrwerk an. Aufgrund der Platzverhältnisse entschied man sich bei Dulverton fur Letzteres. Der Topturn-Kauf war die erste geschäftliche Beziehung zwischen Dulverton und ELB, und Matthew Layton ist sehr zufrieden: „Wir wurden umfassend informiert und beraten. ELB hat uns auf den richtigen Weg gebracht und der gute Kundendienst ist eine wertvolle Unterstützung bei unserem Modernisierungsvorhaben.“

Bessere Kompostierung mit Topturn

Seit der Topturn X63 im Gebrauch ist, registriert man bei Dulverton eine messbare Effizienzsteigerung. „Das betrifft sowohl unseren Work-Flow als auch den Rotteprozess“, sagt Layton. „Mit dem Topturn geht das Mietenumsetzen schneller und die Bedingungen in den Mieten sind besser. Jede Miete wird gut durchlüftet und wir erreichen Materialabbau in einer Qualität, die wir zuvor nicht erreichen konnten.“ Einen weiteren Gewinn beim Einsatz des Topturns von Komptech sieht Layton in der Möglichkeit, eine Seitenversetzvorrichtung nachzurüsten. Zukünftig werde man damit den Kompost bei einer Durchfahrt nicht nur umsetzen, sondern auch zugleich seitlich versetzen können. Damit wurden sich die Fahrstrecken reduzieren und die Durchsatzleistung sowie die Kontrolle der Anlage verbessern. Matthew Layton: „Mit dem Zusammenlegen von zwei Mieten kann der Rotteverlust ausgeglichen werden. Damit wird der vorhandene Platz besser genutzt.“ Aus Sicht des Produktmanagers hat sich der Kauf des Topturn X63 gelohnt: „Wir erwarten dauerhafte Vorteile von dieser Technologie. Mit dem Umsetzer können wir die Belüftung und die Feuchtigkeit in den Mieten besser steuern und so die natürliche Kompostierung unterstützen. Der Topturn wird auch nach unserer Anlagenmodernisierung nonstop in Aktion sein.“

www.dulverton.com.au
www.komptech.com

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