Trimet stärkt Recyclingkreisläufe zur Sicherung der Rohstoffversorgung

Trimet baut den Bereich Aluminiumrecycling kontinuierlich aus. Mit geschlossenen Materialkreisläufen, erweitertem Legierungsportfolio und der Investition in neue Geschäftsfelder treibt der Werkstoffspezialist die Sicherung von Sekundärrohstoffen voran.

© Trimet

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„Die Industrie ist auf nachhaltig erzeugte Werkstoffe angewiesen, um ihre Klimaziele zu erreichen“, sagt Dr. Andreas Lützerath, Mitglied des Vorstands der Trimet Aluminium SE. „Wir richten unsere Strategie konsequent auf eine wachsende Nachfrage nach Recyclingaluminium aus und investieren in leistungsfähige Strukturen, die in einem bedrängten Markt eine langfristig sichere und qualitativ hochwertige Versorgung gewährleisten.“

Ausbau von Kapazitäten für geschlossene Kreisläufe

Trimet hat die Kapazitäten seines Recyclingwerks in Gelsenkirchen deutlich erweitert und zugleich die Energieversorgung grundlegend modernisiert. Mit neuen Schmelzanlagen steigt die Produktionskapazität auf bis zu 80 000 t Recyclingaluminium pro Jahr. Solarzellen auf den Hallendächern versorgen den Produktionsstandort mit grünem Strom. Ab August 2026 erfolgt der Betrieb der Schmelzöfen mit wasserstoffreichem Energiegas, das im Vergleich zu Erdgas deutlich geringere CO₂-Emissionen verursacht.

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Auch am Recyclingstandort Essen hat Trimet die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Erweiterte Lagerflächen ermöglichen die legierungsgerechte Trennung und Lagerung von Aluminiumschrotten und erhöhen die Kapazität um rund 16 000 t. Der Ausbau der Infrastruktur verbessert die Materialqualität, erhöht die Effizienz der Prozesse und bildet die Grundlage für einen steigenden Recyclinganteil in der Produktion.

Parallel zum Ausbau der Standorte entwickelt Trimet sein Portfolio an Recyclinglegierungen konsequent weiter. Mit trimal®-04 bietet Trimet bereits eine Druckgusslegierung mit hohem Recyclinganteil, die sich erfolgreich als Alternative zur Primärlegierung trimal®-05 etabliert hat. Derzeit bereitet das Unternehmen eine Recyclingvariante der Legierung trimal®-38 vor, die für Batteriegehäuse, Strukturbauteile und andere crashrelevante Anwendungen im Automobilbau eingesetzt wird und ohne Wärmebehandlung verarbeitet werden kann. Durch Anpassungen der Legierungselemte gelingt es, den Anteil von Sekundäraluminium deutlich zu erhöhen, ohne die mechanischen Eigenschaften zu beeinträchtigen.

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Legierungsgerechte Sortierung im Unternehmen integrieren

Die Werkstoffentwicklung ist mit dem Ausbau geschlossener Stoffkreisläufe eng verknüpft. Trimet hat gemeinsam mit seinen Kunden individuelle Rückführungssysteme etabliert, die eine sortenreine Erfassung und Wiederverwertung von Aluminiumschrotten sicherstellen. Besonders im Bereich Aluminiumdraht erfordert dies ein hohes Maß an metallurgischem Know-how, da hier strenge Anforderungen an Reinheit und Prozessführung gelten. Durch die enge Verzahnung der Recyclingstandorte in Deutschland und Frankreich verfügt Trimet über stabile Netzwerke, die eine gleichbleibend hohe Qualität der Werkstoffe sicherstellen.

Um diese Kreisläufe weiter zu stärken, investiert Trimet in neue Infrastruktur und erweitert das Geschäftsfeld Recycling. In Hamm errichtet das Familienunternehmen einen Standort für die Sortierung, Aufbereitung und Logistik von Aluminiumschrotten. Die Anlage wird Ende 2026 in Betrieb gehen und modernste Sortiertechnologie einsetzen. Mithilfe laserbasierter Analyseverfahren lässt sich der metallurgische Fingerabdruck von Schrotten in kurzer Zeit bestimmen, sodass Materialien präzise für die spätere Legierungsherstellung getrennt werden können. Ergänzend sorgt eine leistungsfähige Presse für eine effiziente Weiterverarbeitung und Logistik.

Mit dem Ausbau von Kompetenzen integriert Trimet zentrale Glieder der Recycling-Wertschöpfungskette im Unternehmen. Das erhöht die Versorgungssicherheit, reduziert die Abhängigkeit von Primärrohstoffen und verbessert die CO₂-Bilanz der eingesetzten Werkstoffe.

www.trimet.eu

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