Fünf Jahre Circular Economy Accelerator
Innovationen für die Kreislaufwirtschaft mit nachhaltiger Wirkung 12.08.2026178 Startups aus 45 Ländern, mehr als 350 Mio. € eingeworbenes Kapital und zahlreiche Kooperationen mit Industrie und Wissenschaft: Fünf Jahre nach dem Start zieht der Circular Economy Accelerator Bilanz – und zeigt, wie aus Förderung langfristige Wirkung wird.
© Jan Turek/Circular Valley
Vor fünf Jahren kamen die ersten Startups ins Circular Valley, um am weltweit ersten Präsenz-Accelerator für Kreislaufwirtschaft teilzunehmen. Heute zeigt sich, welche Wirkung daraus entstanden ist: 178 Startups aus 45 Ländern haben das Programm durchlaufen, gemeinsam mehr als 350 Mio. € an Kapital eingeworben und zahlreiche Kooperationen mit Industrie, Wissenschaft und Investoren aufgebaut. Dabei endet die Unterstützung nicht mit dem Abschluss des Programms. Circular Valley begleitet seine Startups auch als Alumni langfristig weiter und bleibt Ansprechpartner für ihre weitere Entwicklung.
Seit 2021 wurden zehn Batches des Circular Economy Accelerators sowie ein Batch des Reverse Logistics Accelerators durchgeführt. Mehr als 90 % aller Alumni-Unternehmen sind weiterhin aktiv, 30 haben inzwischen jeweils mehr als 1 Mio. € Finanzierung eingeworben, sechs konnten einen strategischen Exit realisieren.
Startups mit Bundesumweltminister C. Schneider und NRW-Umweltminister O. Krischer
© Jan Turek/Circular Valley
Auch nach der Präsenzphase pflegt Circular Valley den Kontakt mit den Startups
Der Erfolg des Accelerators bemisst sich dabei nicht nur an Finanzierungsrunden. Circular Valley verfolgt bewusst einen langfristigen Alumni-Ansatz. Auch nach der intensiven Präsenzphase bleiben die Startups Teil des Netzwerks, berichten regelmäßig über ihre Entwicklung und greifen weiterhin auf Kontakte, Expertise zurück, werden unterstützt und in die Aktivitäten von Circular Valley eingebunden.
Einen wesentlichen Anteil daran hat das Netzwerk aus Industrie, Wissenschaft und Investoren von Circular Valley. Während des Vor-Ort-Programms verbessern die Gründerinnen und Gründer ihre Pitches, üben das Auftreten gegenüber Investoren und lernen erfahrene Führungskräfte aus internationalen Unternehmen in Hot Chair Sessions kennen. Dabei entstehen immer wieder auch Kooperationen und Geschäftsbeziehungen.
Wie unterschiedlich sich die Alumni entwickeln, zeigen Beispiele aus den vergangenen Jahren: Novoloop aus den USA skaliert seine Technologie zum chemischen Recycling von Polyethylen und wurde in die TIME-Liste der Top Greentech Companies aufgenommen. Bioweg baut derzeit Deutschlands erste industrielle Produktionsanlage für bakterielle Cellulose auf, um Mikroplastik zu ersetzen. R3 Robotics entwickelt automatisierte Systeme für das Recycling von Batterien und E-Antrieben und konnte Anfang 2026 eine Finanzierungsrunde über 20 Mio. € abschließen.
„Der Circular Economy Accelerator ist das Herzstück der Arbeit von Circular Valley. Entscheidend ist für uns dabei nicht nur die Zeit während des Programms, sondern auch, was danach passiert. Wir wollen Innovationen langfristig stärken. Deshalb bleiben unsere Alumni Teil unseres Netzwerks und profitieren auch Jahre später noch vom Austausch mit Industrie, Wissenschaft und Investoren“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung.
Zahlreiche Partner aus dem Netzwerk bringen sich aktiv in das Vor-Ort-Programm ein
„Die Arbeit mit den Startups im Circular Valley Accelerator ist für mich jedes Mal eine echte Bereicherung. Es begeistert mich zu sehen, mit wie viel Energie, Kreativität und Überzeugung Menschen aus aller Welt an Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft arbeiten. Dieser Austausch schenkt mir wertvolle Impulse und ermöglicht den Startups zugleich einen praxisnahen Realitätscheck aus Sicht der Industrie“, sagt etwa Dr. Timo Fleßner von der Bayer AG.
„Kreislaufwirtschaft ist eine der zentralen Zukunftsfragen für Deutschland und Europa. Sie entscheidet mit darüber, ob unsere Industrie innovativ bleibt, unabhängiger und resilienter wird und zugleich Verantwortung für knappe Ressourcen übernimmt. Circular Valley zu unterstützen ist für mich deshalb mehr als ein persönliches Anliegen. Es ist ein klares Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit unseres Industriestandorts“, sagt Dr. Dorothee Becker, CEO von Gebrüder Becker.
Auch Dr. Hendrik Wehr, CEO Vorwerk Engineering Vorwerk Elektrowerke ist in jeder Runde ins Programm des Accelerators eingebunden. „Neue Perspektiven inspirieren mich – und genau das macht diese Rolle für mich so wertvoll: Ich bringe meine Erfahrung ein und lerne zugleich von der Energie und den Ideen junger Gründerinnen und Gründer“, sagt er.
Über konkrete Beispiele der Alumni werden wir in den kommenden Wochen berichten. Aktuell läuft indessen die Bewerbungsphase für die nächste Runde des Circular Economy Accelerators. Bis Sonntag können sich Startups aus aller Welt für die Teilnahme bewerben. Im Oktober und November werden die ausgewählten Unternehmerinnen und Unternehmer dann für mehrere Wochen in die Rhein-Ruhr-Region kommen und das Programm durchlaufen. Höhepunkt ist wie jedes Jahr der Demo Day auf dem Circular Valley Forum am 13. November, wo sie ihre Ideen vor großem Publikum vorstellen können.
