Dänisches Abfallunternehmen ARC investiert zur CO2-Reduktion in acht batterieelektrische Liebherr-Radlader L 507 E

Das dänische Unternehmen Amager Ressourcecenter (ARC) verwaltet die Abfallentsorgung für mehrere Gemeinden im Großraum Kopenhagen. Dabei hat sich ARC zum Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen konsequent auf ein Minimum zu reduzieren. Aus diesem Grund geht ARC nun den nächsten Schritt hin zu einer umweltfreundlichen Entsorgung von Abfall: Nach über 200 Elektro-Müllfahrzeugen folgte die Elektrifizierung der Radlader-Flotte – bestehend aus acht neuen batterieelektrischen Radladern L 507 E von Liebherr.

In den Recyclinganlagen in Kopenhagen sind batterieelektrische Liebherr-Radlader L 507 E im Einsatz
© Liebherr

In den Recyclinganlagen in Kopenhagen sind batterieelektrische Liebherr-Radlader L 507 E im Einsatz
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„Um auch auf unseren lokalen Wertstoffhöfen CO2- und Lärmemissionen zu minimieren, haben wir beschlossen, unsere Radlader auf Elektroantrieb umzustellen“, erklärt Casper Schwartz Glottrup, Fachberater für Abfallwirtschaft und Ausschreibungen bei ARC. „In einem intensiven Auswahlverfahren haben wir uns für den batterieelektrischen Radlader L 507 E von Liebherr entschieden. Das Modell hat uns und unsere Fahrer am meisten überzeugt und erfüllt unsere Anforderungen ideal.“

Für die Kaufentscheidung definierte ARC einen Anforderungskatalog an die neuen Radlader. Im Frühjahr 2024 organisierte das Unternehmen einen einwöchigen Testeinsatz, den für Liebherr der dänische Vertriebspartner Johs. Møllers Maskiner A/S betreute. Die Maschinenführenden, die auf den Recyclinghöfen von ARC mit Radladern arbeiten, waren beim Auswahlprozess ebenso maßgeblich beteiligt wie die Einkaufsabteilung aus der Unternehmenszentrale. Schon während des Testeinsatzes konnte der L 507 E seine Stärken unter Beweis stellen.

  Der batterieelektrische Liebherr-Radlader L 507 E überzeugt durch lange Laufzeit und starke Leistung
© Liebherr

Der batterieelektrische Liebherr-Radlader L 507 E überzeugt durch lange Laufzeit und starke Leistung
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Liebherr-Radlader L 507 E überzeugen bei verschiedenen Recyclinghöfen von ARC

Die positiven Eindrücke aus der Testwoche haben sich nach dem Kauf im Arbeitsalltag umgehend bestätigt: „Unsere acht neuen Radlader sind nun schon circa sechs Monate im Einsatz. Das batterieelektrische Antriebskonzept funktioniert einwandfrei. Die Batterielaufzeit der Radlader reicht ohne Zwischenladen für einen vollen Arbeitstag auf unseren Wertstoffhöfen. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Investition, die wir mit Eigenmitteln und ohne staatliche Subventionen finanziert haben“, bekräftigt Glottrup.

Die Maschinen sind im Großraum Kopenhagen an mehreren Orten im Einsatz. Pro Recyclinghof arbeitet je ein Radlader während der Öffnungszeiten im Einschichtbetrieb, meist sieben Tage pro Woche. Ladevorgänge, für die ARC auf die bestehende Ladeinfrastruktur in den Recyclinganlagen zurückgreift, erfolgen in der Regel nachts. Mit Schaufel und Ladegabel verarbeiten die Radlader verschiedenste Abfälle. Sie beladen Container und beschicken Sortieranlagen. Zudem übernehmen sie Reinigungsarbeiten mit einer Kehrmaschine. „Für Anwohner sowie für unsere Kunden und Mitarbeiter ist es angenehm, dass die Radlader vor Ort keine Abgase ausstoßen und sie sehr leise arbeiten“, betont Glottrup.

Auch Radlader-Fahrerin Mille Braunstein von der Recyclinganlage in Vermlandsgade ist vom batterieelektrischen Antrieb überzeugt: „Die Maschine hat eine enorme Schubkraft – besonders beim Aufhalden der Abfälle. Sie übertrifft damit deutlich unseren vorherigen Radlader.“ Zudem nennt sie einen weiteren Pluspunkt: „Bei uns am Hof werden laufend Abfall und Sperrmüll angeliefert. Wir haben oftmals wenig Platz für unsere Arbeiten. Der Liebherr-Radlader ist äußerst wendig – Engstellen sind jetzt kein Problem mehr.“ Für die enorme Wendigkeit des L 507 E sorgt die von Liebherr entwickelte Stereolenkung. Sie ist eine Kombination aus Knicklenkung und gelenkter Hinterachse. Dadurch vereint sie die Vorteile verschiedener Lenksysteme in einer Maschine. Die Stereolenkung hat sich bereits seit vielen Jahrzehnten bei den konventionellen Liebherr-Stereoladern bewährt.

  Radlader-Fahrerin Mille schätzt die enorme Schubkraft des E-Radladers L 507 E
© Liebherr

Radlader-Fahrerin Mille schätzt die enorme Schubkraft des E-Radladers L 507 E
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Zweiter Lithium-Ionen-Akku für Liebherr-Radlader bei Verpackungsanlage

Das modulare Batteriekonzept des L 507 E ermöglicht es, für noch längere Laufzeiten auf Kundenwunsch einen zweiten Lithium-Ionen-Akku zu verbauen. ARC hat diese Option für einen seiner neuen Radlader gewählt. Die Maschine arbeitet in der firmeneigenen Verpackungsanlage in Amager, in der das Recyclingunternehmen pro Woche circa 200 t Plastikmüll und Karton zu Ballen verarbeitet. Der L 507 E meistert die herausfordernde Tätigkeit problemlos und beschickt die Abfallpresse mittels Förderbänder durchgehend bis zu zehn Stunden am Tag. Durch das zusätzliche Akkupaket ist dies ohne Zwischenladen möglich.

Betriebsleiter Esben Møhl freut sich über seine neue Maschine: „Das spritzige Fahrverhalten und die hohe Schubkraft sind beeindruckend. Außerdem gefallen mir die Wendigkeit und die geringe Lautstärke des Radladers. Es ist sehr komfortabel mit ihm zu arbeiten.“ Dafür sorgen auch diverse Ausstattungsdetails, die für ARC ebenfalls kaufentscheidend waren. Dazu zählen neben den LED-Scheinwerfern die ergonomische Fahrerkabine mit ihren intuitiven Bedienelementen, etwa dem Display mit Touchfunktion. Generell unterscheidet sich die Bedienung des L 507 E kaum von einem herkömmlichen Radlader, sodass auch Personen mit weniger Erfahrung sicher und effizient mit der Maschine arbeiten können.

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