Circular Valley startet Studie zu Gelingensbedingungen der Kreislaufwirtschaft
10.06.2026Unternehmen und Netzwerkpartner bringen ihre Perspektiven in die neue Untersuchung zur Umsetzung der Circular Economy ein – die Ergebnisse werden beim Circular Valley Forum am 13. November vorgestellt.
„Im Bundeshaushalt sind für das Aktionsprogramm [zur Umsetzung der NKWS] 260 Mio. € vorgesehen. Und das, obwohl wir sparen müssen. Das ist ein klares politisches Bekenntnis zu dem Zukunftsprojekt Kreislaufwirtschaft.“ Mit diesen Worten unterstrich Bundesumweltminister Carsten Schneider in seiner Rede zur Eröffnung des zweiten Tages der Circular Valley Convention die Bedeutung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS).
Bundesumweltminister Carsten Schneider bei seiner Rede zur Eröffnung der Circular Valley Convention am 12. März 2026
© Jan Turek/Circular Valley
Die Circular Valley Stiftung startet vor diesem Hintergrund eine umfassende Studie zu den Gelingensbedingungen der Circular Economy aus Sicht der Wirtschaft. Gemeinsam mit Unternehmen und Partnern aus dem Circular-Valley-Netzwerk sollen zentrale Herausforderungen, Chancen und konkrete Handlungsfelder für die Umsetzung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft identifiziert werden.
Studie sucht Schwerpunktthemen und konkrete Ansatzpunkte
Im Fokus der Untersuchung stehen insbesondere die Perspektiven relevanter Branchen und Akteure entlang der Wertschöpfungsketten. Ziel ist es, Schwerpunktthemen und konkrete Ansatzpunkte zu identifizieren, die für eine erfolgreiche Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft entscheidend sind.
Die Studie knüpft an den Dialog an, den die Circular Valley Stiftung bereits im Rahmen der Circular Valley Convention mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Politik angestoßen hat. Dabei wurden zentrale Voraussetzungen für die Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) diskutiert – darunter langfristige Investitions- und Förderbedingungen, der Aufbau regionaler Kreisläufe, eine sichere Energieversorgung, innovationsfreundliche Regulierung sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik.
„Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft gelingt nur, wenn wir die Erfahrungen, Herausforderungen und Innovationspotenziale der Unternehmen systematisch einbeziehen“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung. „Mit der Studie wollen wir herausarbeiten, welche konkreten Rahmenbedingungen Unternehmen benötigen, um zirkuläre Lösungen erfolgreich umzusetzen und zu skalieren.“
Die Ergebnisse sollen beim Circular Valley Forum am 13. November 2026 vorgestellt werden
Im Rahmen der Studie werden Netzwerkpartner und Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen befragt. Dabei soll untersucht werden, welche branchenspezifischen Themen für die Circular Economy künftig besonders relevant werden und welche Maßnahmen aus Sicht der Wirtschaft priorisiert werden sollten.
„Die Kreislaufwirtschaft ist ein zentraler Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Ressourcensicherheit“, sagt Dr. Carsten Gerhardt. „Gerade in wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Zeiten braucht es einen engen Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
Die Ergebnisse der Studie sollen beim Circular Valley Forum am 13. November 2026 vorgestellt werden. Das Forum ist das etablierte Leitformat der Stiftung und bringt seit mehreren Jahren führende Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Startup-Ökosystem zusammen. Gemeinsam mit der Circular Valley Convention bildet es die zentrale Plattform der Stiftung für den Austausch über die Transformation zur Circular Economy.
Mit der Studie möchte die Circular Valley Stiftung einen weiteren Beitrag dazu leisten, die Circular Economy in Deutschland und Europa praxisnah voranzubringen und konkrete Impulse für die Umsetzung zirkulärer Wertschöpfung zu geben.
