Circular Valley Convention 2026

Recycling und Recovery als Schlüssel zur Rohstoffsicherung

Wie werden Recycling und Recovery zur strategischen Ressource? Die Circular Valley Convention 2026 rückt am 11. und 12. März auch die späten R-Strategien in den Mittelpunkt – mit Impulsen aus Industrie, Politik und Wissenschaft.

Die Trash People des Künstlers HA Schult
© Jan Turek/Circular Valley

Die Trash People des Künstlers HA Schult
© Jan Turek/Circular Valley
Mit dem Schwerpunkt auf den späten R-Strategien rückt die Circular Valley Convention 2026 die Rückgewinnung und Wiederverwertung von Ressourcen in den Mittelpunkt. Im dritten großen inhaltlichen Block der Convention diskutieren Expertinnen und Experten aus Industrie, Politik und Wissenschaft, wie Recyclingtechnologien und Stoffkreisläufe zur strategischen Ressource für Industrie und Gesellschaft werden.

Die sogenannten R-Strategien beschreiben unterschiedliche Ansätze der Kreislaufwirtschaft entlang des Produktlebenszyklus. Während frühe R-Ansätze etwa auf Vermeidung und Wiederverwendung setzen, geht es bei „Recycle“ und „Recover“ um das Zurückgewinnen wertvoller Rohstoffe aus Abfällen. Der Themenblock „Recycling of Resources: Recycle & Recover“ adressiert die Frage, wie Materialien nach ihrer Nutzung möglichst hochwertig in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden können und welche Rolle industrielle Skalierung, technologische Innovationen und politische Rahmenbedingungen dabei spielen.

Industrie und Forschung zeigen Wege für modernes Recycling

Auf der Circular Valley Convention kommen führende Akteure aus rohstoffintensiven Industrien und der angewandten Forschung zusammen. Dr. Britta Bookhagen von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA), Inge Hofkens von Aurubis und Dorothea Flockert (Speira) geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Metallrecycling, Sekundärrohstoffe und industrielle Rückgewinnungsprozesse.

Ergänzt wird die industrielle Perspektive durch Beiträge aus Wissenschaft und Technologie, etwa durch Prof. Dr. Regina Palkovits vom Projekt Catalaix der RWTH Aachen, Prof. Dr. Matthias Franke von Fraunhofer UMSICHT und Dr. Michel Siemon von Primobius. Gemeinsam zeigen sie, wie innovative Recyclingverfahren, neue Prozessdesigns und verbesserte Stoffströme dazu beitragen können, Primärrohstoffe zu ersetzen und die Abhängigkeit von globalen Lieferketten zu reduzieren.

Kreislaufwirtschaft als gemeinsame Aufgabe von Politik und Industrie

Einen politischen Schwerpunkt im Themenfeld setzen Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und Dr. Florian Kammerer, Referatsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. In seinem Beitrag ordnet Oliver Krischer die Bedeutung der Landeskreislaufwirtschaftsstrategie für Nordrhein-Westfalen ein und zeigt auf, wie Landespolitik und Industrie gemeinsam die Voraussetzungen für leistungsfähige Recyclingstrukturen schaffen können.

Dabei wird deutlich: Die Umsetzung der Circular Economy erfordert ein enges Zusammenspiel von regulatorischen Leitplanken, industriellen Investitionen und technologischer Umsetzung, insbesondere in den späten Phasen des Produktlebenszyklus.

Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Vom Aktionsplan in die Praxis

Die Keynote von Dr. Florian Kammerer ist ein weiterer Programmhöhepunkt. Er spricht über den Aktionsplan zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) und ordnet den aktuellen Stand der Umsetzung ein.

Dazu diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen, wie sich die Ziele der NKWS konkret in betriebliche Praxis übersetzen lassen. Der Fokus liegt dabei auf realistischen Umsetzungswegen, Investitionsbedingungen und der Skalierung erfolgreicher Recyclinglösungen.

Der Programmschwerpunkt „Recycle & Recover“ macht deutlich, dass Recycling längst mehr ist als ein nachgelagerter Prozess: Hochwertige Sekundärrohstoffe, effiziente Rückgewinnungssysteme und industrielle Kreisläufe werden zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa.

„Mit dem Fokus auf die R-Strategien zeigt die Circular Valley Convention, wie ein ganzheitlicher Ansatz entlang des gesamten Produktlebenszyklus aussehen kann: von Design und Nutzung bis zur Rückführung von Materialien“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung.

Messe, Konferenz und Networking an einem Ort

Unter dem Leitmotiv „Uniting Industries for a Circular Tomorrow“ verbindet die Circular Valley Convention Konferenz, Messe und Networking zu einem ganzheitlichen Format. Zahlreiche Aussteller präsentieren konkrete Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle entlang des gesamten Produktlebenszyklus und machen Kreislaufwirtschaft für das Fachpublikum greifbar.

Die Circular Valley Convention ist eine Gemeinschaftsinitiative von Circular Valley, Messe Düsseldorf und Fraunhofer-Instituten. Co-Gastgeber sind BASF, Bayer, Evonik, Henkel und Vorwerk. DIe Convention findet am 11. und 12. März 2026 im Areal Böhler in Düsseldorf statt.

cvc-duesseldorf.com

www.circular-valley.org