Kreislauf-Denken, kleine Flocken und Big Data

Über die letzten Jahrzehnte hinweg wurden Ressourcen rücksichtslos ausgeschöpft, um die unbegrenzte Nachfrage der Menschheit nach Ressourcen und Neuware zu befriedigen. In Folge dessen werden die erschöpflichen Ressourcen zunehmend knapper und sind einem nie dagewesenem Druck ausgesetzt. Insbesondere Kunststoff und seine korrekte Nutzung werden kontrovers diskutiert und in Frage gestellt. Zur Zeit enden rund 40 % des Kunststoffes auf Mülldeponien, 32 % in der Natur und acht Millionen Tonnen in Ozeanen. Dies führt zu einem jährlichen Verlust von 80 bis 120 Milliarden $ Materialwert. Damit ist es an der Zeit, die Art und Weise, wie Ressourcen gewonnen, genutzt und wiederverwendet werden, zu überdenken und somit die Hürde der Ressourcenknappheit zu überkommen.

Vor diesem Szenario empfiehlt TOMRA Abstand von dem aktuell dominanten linearen Modell zu nehmen und sich dem Konzept einer wahren Kreislaufwirtschaft anzunähern. Im Gegensatz zu einer Linearwirtschaft, bei der Produkte nach ihrem Gebrauch entsorgt werden, werden Produkte in der Kreislaufwirtschaft zurück in die Wertschöpfungskette geführt und wiederverwendet. Dabei wird die Ware nach Konsum durch Pfandsysteme oder Abfallsammlungen eingesammelt und in den Kreislauf zurückgeführt, oder in Materialrückgewinnungsanlagen für den darauffolgenden Recyclingprozess gemäß Materialtyp und -eigenschaften sortiert. Dem Konzept der Kreislaufwirtschaft folgend werden Ressourcen bei gleichbleibender Qualität so lange wie möglich in einem Kreislaufsystem gehalten und der Produktwert maximal ausgeschöpft. Demnach wird aus Abfall wieder hochwertiges Material.

Da die Kreislaufwirtschaft aktuell eines der Top-Themen der Industrie ist, wurden bereits systematische Ansätze zur Realisierung des Wandels entwickelt. Neue Vorgaben zur Verbesserung der Recyclingquoten, Markt-Pulls und eine zunehmende Nachfrage nachhaltig produzierter Produkte seitens der Konsumenten erweisen sich als förderliche Antriebskräfte für die praktische Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Weiterhin können eine verstärkte Einführung von Pfandsystemen, der Ausbau von Abfallinfrastrukturen und Pfandsystemen sowie die Entwicklung von nachhaltigen, recyclebaren Produkten und Verpackungslösungen maßgeblich zum angestrebtem Richtungswechsel beitragen.

Letztendlich handelt es sich bei den genannten Lösungsansätzen um Idealvorstellungen, welche nur dann realisierbar sind, wenn alle Stakeholder der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten und sich gemeinsam für eine gesunde Umwelt und eine nachhaltige, florierende Wirtschaft einsetzen.

TOMRA, einer der wesentlichsten Stakeholder und treibenden Kräfte in diesem Transformationsprozess, unterstützt die Kreislaufwirtschaft mit fortschrittlichen sensorgestützten Sammel- und Sortiersystemen, welche die Wertstoffrückgewinnung optimieren und Abfall minimieren. Bewährte sensorgestützte Sortierlösungen, wie der AUTOSORT, der AUTOSORT FLAKE und der INNOSORT FLAKE gelten als führende Produkte im Sortier- und Recyclingprozess innerhalb der Wertschöpfungskette.

Volker Rehrmann, Executive Vice-President TOMRA Recycling & Mining und Head of TOMRA Circular Economy, erklärt: “Die nicht nachhaltige und ineffiziente Nutzung unserer Ressourcen stellt keine Option mehr da. Wir bei TOMRA nehmen das globale Problem der Ressourcenknappheit ernst und entwickeln fortlaufend neue Sortierlösungen, um dieser Problematik zu begegnen. Auf der diesjährigen K-Show werden wir ein grundsätzliches Verständnis zur Kreislaufwirtschaft geben und darstellen, welche Rolle TOMRA und seine Produkte dabei spielen.“

Das Kleinste sortieren

Der INNOSORT FLAKE, ausgestellt auf der K-Show, ist ein gutes Beispiel dafür, dass Mittels vielfältiger Technologien positiv auf den Recyclingprozess eingewirkt und ein reineres Endergebnis erzielt werden kann. Seit der Markteinführung auf der PRS Europe im April 2019 in Amsterdam, hat sich der INNSORT FLAKE als die  ideale Universal-Sortierlösung für Kunststoffverwertungsanlagen erwiesen. Die Anlage ermöglicht es, Kunststofffraktionen von 2 bis 12 mm gleichzeitig nach Farbe und nach Polymertypen zu sortieren. Damit können erhebliche Anteile an Verunreinigungen entfernt und der potenzielle Verlust von PET-Flakes signifikant reduziert werden.

Diese All-in-One-Lösung mit ultrahoher Auflösung und spezialisierter Sensorkonfiguration bietet erstklassige Leistung mit herausragenden Ergebnissen - eine wirtschaftlich günstige Sortierlösung, die einen schnellen Return on Investment und skalierbare Flexibilität bietet.

Intelligent sortieren

Neben der Herstellung modernster Sortiertechnologien entwickelt TOMRA zukunftsweisende Innovationen, welche den Sortierprozess weiter vorantreiben und optimieren. Mit den aktuell vielfältigen Möglichkeiten große Datenmengen zu sammeln und zu managen, sowie den Fortschritten im Bereich der Künstlicher Intelligenz, ist auch TOMRA einen bedeutenden Schritt  weitergegangen und hat eine Deep Learning Software für sonsorgestützte Sortierung entwickelt.

Deep Learning ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, welcher aus einer großen Menge an gesammelten Daten lernt Entscheidungen zu treffen. Dabei erzielt die Software Sortierergebnisse, die gleichwertig oder sogar besser als die vom Menschen und modernsten Maschinen sind. Mit Deep-Learning-Modellen, die in den Sortierlösungen von TOMRA verwendet werden, können Objekte, die bisher nicht separiert werden konnten, nun mit hohem Reinheitsgrad sortiert werden. Basierend auf diesem Fortschritt wird Deep Learning als vielversprechender Ansatz gesehen, um auch die zunehmenden Herausforderungen bei der Abfallsortierung, wie zum Beispiel neue Abfallströme oder das Detektieren und Sortieren teilverdeckter Objekte, zu bewältigen.

Diese kontinuierliche Weiterentwicklung sowie technologische Fortschritte zur Erfüllung der aktuellen Anforderungen in der Wertstoffrückgewinnung und dem Recyclingprozess sind essentiell für TOMRA.

www.tomra.com/recyclingStand: Hall 11 / F17

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