Knauf erhält Auszeichnung für Gipsrecycling-Strategie beim Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte

Die Knauf Gruppe, einer der weltweit führenden Herstellern von Baustoffen und Bausystemen, ist mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2026 ausgezeichnet worden. Prämiert wurde das Engagement des Unternehmens, Gips aus Rückbau- und Sanierungsprojekten wieder als hochwertigen Rohstoff nutzbar zu machen. Der Preis wird vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ), dem Nachrichtensender ntv und DUP Unternehmer vergeben.

Knauf investiert in Recyclingkapazitäten, baut regionale Rohstoffnetzwerke auf und arbeitet mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette zusammen, um Gipsabfälle aus Rückbau- und Sanierungsprojekten wieder als Rohstoff nutzbar zu machen. So entstehen regionale Rohstoffkreisläufe, die Ressourcen schonen und die langfristige Versorgung mit Gips sichern.

Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Claudia Kemfert und der Schirmherrschaft der ehemaligen Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries würdigte insbesondere die kurze zirkuläre Lieferkette, die hohe Skalierbarkeit des Ansatzes sowie das Potenzial, die Bauindustrie unabhängiger von Rohstofflieferketten zu machen. Juryvorsitzende Prof. Dr. Claudia Kemfert betonte in einem Statement des  Veranstalters: „Als politisches Leitthema mag Nachhaltigkeit derzeit in den Hintergrund gerückt sein, dennoch zeigen die Nominierungen und Preisträger, wie unverzichtbar sie ist. Nachhaltig Wirtschaften bedeutet eine lebenswerte Zukunft, eine gesunde Ökonomie und anhaltenden Wohlstand zu sichern.“

„Recycling ist für uns weit mehr als Abfallverwertung. Es hilft uns, wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten und die Versorgung der Bauindustrie langfristig zu sichern“, sagte Dr. Uwe Knotzer, Geschäftsführender Gesellschafter der Knauf Gruppe. „Die Auszeichnung bestätigt unseren Weg, technologische Kompetenz mit langfristigem unternehmerischem Denken zu verbinden und Kreislaufwirtschaft im industriellen Maßstab voranzutreiben.“

Gips zählt zu den wenigen Baustoffen, die technisch nahezu unbegrenzt recycelt werden können. Gleichzeitig steht die Branche vor einer grundlegenden Veränderung ihrer Rohstoffbasis. Mit dem schrittweisen Wegfall von REA-Gips aus der Kohleverstromung gewinnt die Wiederverwertung von Gipsabfällen zunehmend an Bedeutung. Knauf verfolgt deshalb das Ziel, Recycling als festen Bestandteil seiner Rohstoffstrategie zu etablieren und verfügbare Materialien länger im Kreislauf zu halten. Durch regionale Rohstoffnetzwerke werden Transportwege verkürzt, Ressourcen geschont und Materialströme effizienter gesteuert. Gleichzeitig trägt Recycling dazu bei, die langfristige Verfügbarkeit eines wichtigen Baustoffs zu sichern, der bezahlbares Bauen ermöglicht.

Dafür investiert das Familienunternehmen weltweit in neue Recyclingkapazitäten und Partnerschaften. Ein wichtiger Meilenstein ist die gemeinsam mit dem Partner BSR entstehende Gipsrecyclinganlage in Neuhof an der Zenn in Bayern. Die Anlage soll ab 2027 jährlich rund 90 000 t Gipsabfälle aufbereiten und damit die Menge an recyceltem Gips in Deutschland verdoppeln. Auch in Frankreich entsteht gemeinsam mit Partnern eine neue Recyclinganlage bei Auneuil nördlich von Paris mit einer geplanten Kapazität von 150 000 t/a. Darüber hinaus verfügt Knauf bereits über langjährige Erfahrungen im Gipsrecycling, etwa in Japan, wo Unternehmen der Gruppe Gipsplatten aus vollständig recyceltem Gips herstellen. In Kanada wurde zudem ein Pilotprojekt zur Wiederverwertung von Gipsabfällen aus Abrissprojekten gestartet.

www.knauf.com

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